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27.06.2009 Rheinische Post: Werbe-Kampagne von Azubis  PDF-Version (133 K)

Wenn sich Martina Amboom heute auf den Weg nach Frankfurt macht, dann hat sie viele gute Ideen im Gepäck. In Hessen trifft sich die Bundesvorsitzende der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) mit ihren Mitstreiterinnen. Gemeinsam wollen sie eine Stiftung auf den Weg bringen, mit deren Hilfe sich die Jugendarbeit der PSG finanzieren lässt. 50 000 Euro Startkapital benötigen die Initiatoren, noch fehlen rund 40000. Deshalb hat sich Amboom an eine Gruppe Düsseldorfer Auszubildender gewandt. In den vergangenen zwei Monaten haben die Schüler des Walter-Eucken-Berufskollegs nun eine Kampagne für die neue Stiftung entwickelt.

„Ein solches Projekt bieten wir im ersten Ausbildungsjahr an“, sagt Josef Schnettler, Lehrer und erster Ansprechpartner der Nachwuchs- Werber. In der Vergangenheit haben sich schon der Cornelsen-Verlag oder der Getränke-Hersteller Innocent für die Vorschläge der Azubis interessiert. Dieses Mal wurde die Klasse in vier Gruppen geteilt, so dass vier Konzepte entstanden.

Von der Arbeit profitieren beide Seiten: Die Schüler arbeiten unter realen Bedingungen, der Kunde, in diesem Fall die PSG, bekommt frische Ideen von jungen Leuten. Nach einem Gespräch mit dem Auftraggeber widmeten sich die Azubis der Hintergrundanalyse. Was hat die Pfadfinderinnenschaft bisher im Bereich Kommunikation unternommen? Wie gehen die Stiftungen vor, mit denen die PSG um Gelder konkurriert? Anschließend stellten sie Chancen und Risiken heraus, entwickelten eine Strategie und gaben Kommunikations-Tipps.

„Da nicht viel Kapital vorhanden ist, haben wir uns auf kostengünstige Marketing-Konzepte konzentriert“, sagt Samira Osterwind (21), die bei der Werbeagentur Grey ausgebildet wird, bei der Präsentation. Ein Stiftungs-Euro eines jeden PSG-Mitglieds brächte ohne großen Aufwand rund 10000 Euro in die Kasse. Außerdem könnten „Stiftungs- Schweine“ und Info-Materialüber die Arbeit von Pfadfindern an Ladenkassen Kunden zu einer Spende bewegen. Wichtig ist auch ein eigenes Logo für die Stiftung. Wie dieses aussehen könnte, darüber will Amboom heute in Frankfurt diskutieren lassen.